Ein Meisterwerk der Schöpfung

Galapagosinseln

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Es gibt Orte auf der Welt bei denen wird man sentimental, wenn man sie wieder verlassen muss. Galapagos war definitiv einer davon. Es gab so viele Momente in denen wir dachten, so muss es vor Jahrmillionen mal auf der Erde ausgesehen haben. Welch eine ursprüngliche Natur, bizarre Landschaft und beeindruckende Tierwelt.

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Bereits vom Flugzeug aus bekamen wir einen ersten Vorgeschmack, was uns in den nächsten Tagen auf Galapagos erwarten würde. Das Meer war so türkisblau, dass es nicht real erschien, die Vegetation wirkte wie auf einem anderen Planeten.

Galapagos auf eigene Faust

Wir starteten unsere individuelle Galapagos-Erkundung auf der größten Insel Isabela. Die zweistündige Überfahrt mit einem Speedboot war mehr als abenteuerlich und nichts für Seekranke. Es war sehr starker Seegang und der Kapitän war so zügig unterwegs, das wir mehrmals dachten, der Bug zerberstet unter dem Druck der Wellen.

Die Insel Isabela selbst hat im Prinzip nur einen Ort an der Küste. Puerto Villamil erinnerte uns sehr an die Karibik. Die Straßen waren sandig, Palmen wehten im Wind, der breite Sandstrand war kilometerlang und bis auf ein paar wenige Fahrzeuge wirkte der Ort wie ausgestorben. Die Hauptsaison war bereits vorbei, somit gab es nur wenige Touristen und man hatte die Insel fast für sich alleine.

Willkommen am Ende der Welt. Idylle die ihresgleichen sucht!

Gleich am nächsten Tag haben wir uns Fahrräder geliehen und sind in den Nationalpark geradelt. Schon beim ersten Stopp stolperten wir über die großen schwarzen Meerechsen, die träge den Trampelpfad belagert haben. In diesem Moment realisierten wir erstmals auch, dass die Tiere auf Galapagos keine Scheu vor dem Menschen haben.

Darwinkfinken auf den Schultern

Kein Vogel, keine Echse, kein Seelöwe hat irgendwelche Anstalten gemacht vor uns zu flüchten. Im Gegenteil, wir hatten eher das Gefühl die Tiere sind neugierig und schlichen sich oft näher an uns heran, um uns zu beäugen. Auf dem Radweg begegneten wir Riesenschildkröten und im Gestrüpp der Mangroven kamen wir ganz nah an einen Pelikan heran.

Isabela ist nur zu einem kleinen Bruchteil zugänglich, der Rest ist Naturschutzgebiet und darf von Touristen nicht betreten werden. Daher beschränkte sich unsere individuelle Erkundung auf den Küstenort und den Nationalpark. Alle anderen Aktivitäten mussten wir als recht teure Touren dazu buchen und diese haben unser Budget ganz schön strapaziert. Gelohnt hat es sich schlussendlich aber allemal!

Beim Schnorcheln hat Tom Meeresschildkröten, Rochen und viele farbenprächtige Fische gesehen. Ich musste leider an Land bleiben, da ich mir eine Erkältung eingefangen hatte und somit einige Tage außer Gefecht war. Auch die Tour auf den Vulkan Sierra Negra hat Tom dann aufgrund dessen alleine bestritten. Die Kulisse oben am Rande der riesigen Caldera wirkte wie auf dem Mars, die Ausmaße waren beeindruckend. Ein einmaliges Erlebnis!

Kuhdarm auf Santa Cruz

Die restlichen vier Tage verbrachten wir auf der Nachbarinsel Santa Cruz. Diese war deutlich touristischer als Isabela und die Tierwelt weit weniger vielfältig.

Dafür gab es kulinarisch etwas mehr Abwechslung. Im Hauptort Puerto Ayora haben wir auf einer tollen Street Food Meile leckeres frisches Seafood gegessen. Hier bekam man an fast jedem Stand noch lebende Lobster (Hummer) ins Gesicht gehalten. Nichts für empfindliche Gemüter und Tierschutz-Freunde. Uns taten die kleinen Kerlchen jedenfalls leid.

Auf den Galapagos Inseln haben wir auch das erste Mal auf Empfehlung unseres netten Hostelbesitzers leckere Empanadas (Teigtaschen) von einem Straßenimbiss probiert. Die Teile gefüllt mit Hühnchen oder Käse waren göttlich und dazu gab es “Morocho”, eine Art warmen Milchreis-Drink mit Zimt. Herrlich lecker! Bei unserem zweiten Besuch probierten wir eine besondere Spezialität vom Grill, die sich nach Verzehr unsererseits als Kuhdarm herausstellte. Unser Magen-Darm-Trakt hat es überraschenderweise überlebt.

Schlammradeln für Fortgeschrittene

Auch auf Santa Cruz haben wir uns wieder auf die Räder geschwungen und uns mit einem Taxi auf die Hochebene fahren lassen, um von dort aus wieder an die Küste gemütlich herunterzurollen.

Mit dem einsetzenden Sprühregen hatten wir dann nicht gerechnet und so kamen wir dank des fehlenden Schutzbleches bereits am ersten Zwischenstopp, einer Schildkröten-Ranch, völlig schlammbesudelt an.

Nach einer kurzen Säuberungsaktion fuhren wir dann mit den Rädern weiter zu den zweitgrößten Lavatunneln Südamerikas. Über einen Kilometer schlichen wir in totaler Dunkelheit nur mit Taschenlampe durch dieses bizarre Gebilde aus erkalteter Lava.

Und da wir noch nicht genug vom Radeln hatten und die Entfernung etwas unterschätzten, wollten wir uns den einsamen Strand El Garrapatero im Osten der Insel nicht entgehen lassen. Auf dem Rückweg setzte Regen ein und wir waren dann doch froh, dass uns ein paar Einheimische in ihrem umgebauten LKW (ehem. Viehtransport) wieder Richtung Zielort mitnahmen.

Vogelparadies auf North Seymour

Als Tierliebhaber haben wir es uns nicht nehmen lassen und noch einen Ausflug auf die Vogelinsel North Seymour gebucht. Neben Fregattvögeln haben wir Blaufußtölpel und Landleguane bewundert und sind an einem verlassenen Traumstrand geschnorchelt und langspaziert.

Schon vom Boot aus konnten wir die einsame Bucht mit dem weißen Strand erkennen, davor schimmerte das türkisblaue Meer. Dieser Anblick machte selbst der Karibik Konkurrenz. Uns beiden stand der Mund offen.

Santa Cruz besitzt wunderschöne Strände. Tortuga Bay war definitiv einer davon. So breit, so weiß, so klares Wasser! Der Wahnsinn! Baden war in dieser Jahreszeit jedoch nur was für Hartgesottene. Bei Wassertemperaturen unter 18 Grad und einer frischen Meeresbrise hielten wir nur die Zehen rein.

Survival of the Fittest

Galapagos sollte man nicht verlassen, ohne sich vorher mit dem Werk von Charles Darwin zu beschäftigen. Wir haben einen halben Tag genutzt, um uns in der Darwin Research Station über das Wirken des Schöpfers der Evolutionstheorie und über die laufenden Schutzprojekte des Galapagos Archipels zu informieren.

Auch wenn viel für den Schutz und Erhalt dieses urtümlichen Fleckchen Erde getan wird, fehlt es besonders bei den Einheimischen noch an Bildung und Verständnis für die Zerbrechlichkeit dieses einzigartigen Ökosystems. Es gab viele Hunde und Katzen, die besonders Vögeln und Echsen zur Gefahr werden können. Fernab der Touristenpfade in den Siedlungen der Bewohner fanden wir Plastikmüll und sonstigen Abfall vor. Hier gibt es in Sachen Aufklärung noch einiges zu tun, um die Schönheit der Galapagosinseln auch auf Dauer zu erhalten.

Die eine Woche auf Galapagos ging viel zu schnell rum und wenn unser Budget nicht schon so überstrapaziert worden wäre und nicht der nächste Stopp schon gewartet hätte, wären wir so gerne noch geblieben. Für uns steht jedoch fest, wir kommen wieder!

Unsere Reiseroute

Hier siehst Du unsere Reiseroute. Klicke auf die linke obere Seite um Dir die Sehenswürdigkeiten einzublenden.

Unsere Reisekosten – Galapagos (7 Tage)

Gesamt

1.173,41 € p.P.

Flüge

419,51 € p.P.

Unterkunft

27,96 € p.P./Tag

Verpflegung

21,12 € p.P./Tag

Transport

9,89 € p.P.

Aktivitäten

45,98 € p.P.

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