Das Land am Äquator

Ecuador

Weltreise-Ecuador-Cotopaxi-Nationalpark-Vulkane-Tiere-Alpaca

Wenn man am Morgen aufwacht und blickt bei Sonnenaufgang aus dem Fenster direkt auf den Vulkan Cotopaxi, dann sind das Momente an die man sich sein Leben lang erinnern wird!

Ecuador, das Land am Äquator hat uns fasziniert. Die unendliche Schönheit der Natur und das Farbspiel der Berghänge sind atemberaubend. Die Kraterlagunen der vielen Vulkane leuchten grün-blau und wirken wie aus einer anderen Welt. Die Alpakas fügen sich fast kitschig in die wunderschöne Szenerie ein und beleben die bunt-blühende Landschaft.

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Ein erster Willkommensgruß von Mutter Natur

Wir sind nachts in Quito gelandet und hatten ein wenig Verspätung, da einer der zahlreichen Vulkane ein wenig Asche Richtung Flughafen spuckte. Ein erster ecuadorianischer Willkommensgruß vom Vulkan Reventador – übersetzt der „Explosive“.

Am nächsten Morgen ging es mit dem Bus Richtung Norden nach Otavalo. Wir übernachteten in einer kleinen gemütliche Hacienda und genossen in der Hängematte das Berg-Panorama. Vor Ort haben wir eine der schönsten Kraterlagunen, die Laguna Cuicocha besichtigt und dabei eine nette Bekanntschaft mit zwei jungen Ecuadorianern gemacht, die uns auf den Rückweg in ihrem Mietwagen mitgenommen haben, da weit und breit kein Taxi in Sicht war.

Angekommen auf dem laut Reiseführer größten Textil-Markt Südamerikas in Otavalo haben wir uns eher unwohl gefühlt, da wir die einzigen Touristen waren und von den Einheimischen als Gringos beäugt wurden.

Busfahren in Ecuador härtet ab

Nach zwei Tagen in Otavalo ging es auf einer abenteuerlichen Busfahrt auf der Panamericana Richtung Süden zum Nationalpark Cotopaxi.

Busfahren in Ecuador bringt einen definitiv an die Grenzen seiner Komfortzone. Wir haben in der kleinen Stadt Cayambe am Straßenrand zwischen Smogwolken und Lärm etwa 20 min auf den Bus gewartet. Eingestiegen sind wir dann in ein altes klappriges Modell in dessen Inneren Gerüche vorherrschten, die man sich beim besten Willen nicht vorstellen möchte. Da hat es dann auch nichts ausgemacht, dass wir unsere Shirts fünf Tage schon anhatten und diese etwas nach Schweiß rochen. Der Busfahrer hatte einen recht „zügigen“ Fahrstil und am Ende waren wir froh, dass wir heil ankamen.

Zur Lodge am Cotopaxi waren es dann nochmal 45 Minuten mit einem Pick-up Taxi über eine holprige Pflasterstraße – definitiv nichts für Leute mit Rückenleiden. Die beschwerliche Anreise sollte sich aber bezahlbar machen.

Unsere kleine Hacienda lag malerisch direkt am Cotopaxi in der wunderschönen Andenlandschaft eingebettet. Als uns dann noch der Manager sagte, dass wir die Cotopaxi Suite ohne Aufpreis haben können, war das für uns wie ein Lottogewinn. Wir bekamen das größte und luxuriöseste Zimmer mit Kamin und Blick auf einen der aktivsten Vulkane der Erde. Wow!

Wenn man die Höhe unterschätzt…

Der Nationalpark lag auf 3.800 m Höhe und man konnte hier so Einiges unternehmen. Gleich am nächsten Tag buchten wir uns für den Morgen Mountainbikes und am Nachmittag einen 3-stündigen Reitausflug. Für uns beide ein Klax! Dachten wir…

Die 16 km Radtour bewältigten wir in sagenhaften drei Stunden. Auf fast gerader Strecke hatten wir Schnappatmung und mussten alle paar Meter eine Pause machen. Es war die reinste Quälerei! Unsere Lungen und Herzen hatten bei der Höhe ganz schön zu tun. Wunderbar, dass wir am Nachmittag auf den Pferden entspannen konnten. Dachten wir…

Die ecuadorianischen Muchachos hielten nicht viel vom langsamen Traben und machten den Pferden ordentlich Druck, so dass wir im Galopp durch die Prärie preschten. Zum Leidwesen unserer Hintern und Unterleibe, die nach kurzer Zeit schon beachtlich schmerzten. Die beeindruckende Landschaft, vorbei an wilden Canyons und Schluchten, entschädigte für die Strapazen. Nach drei Stunden und einigen adrenalinreichen Sprints unserer Pferde – unter anderen an wilden Stieren vorbei – kamen wir völlig zerzaust und am Ende unserer Kräfte wieder in unserer Hacienda an. In dieser Nacht schliefen wir wie Steine.

Quilotoa, die schönste Lagune von Ecuador

Wir wollten nach zwei Tagen dann weiter Richtung Westen in den Nebewald, haben diese Etappe jedoch aufgrund des schlechten Wetters gecancelt. Wir sind dann noch ein wenig weiter Richtung Süden gereist, um uns die Quilotoa-Lagune anzuschauen. Selbst bei Bewölkung hatte dieser Kratersee eine beeindruckende smaragd-grün-blaue Farbe. Ein echtes Highlight unserer Reise!

Den Abschluss bildete ein halbtägiger Ausflug in die höchstgelegene Hauptstadt der Welt, Quito auf 2.800 m. Da wir nicht viel Zeit hatten, nutzten wir einen Doppeldecker-Touribus, um die Stadt im Schnelldurchlauf zu sehen. Die Altstadt von Quito ist durch ihre kolonialen Bauten sehr sehenswert und ein krasser Kontrast zu den Randbezirken. Auch das hippe Viertel Mariscal hat uns sehr gefallen.

Eine Woche in Ecuador ging sehr schnell rum und wer das Land ausgiebig erkunden möchte, dem sind mindestens drei Wochen angeraten. Wir haben letztendlich nur die Andenregion gesehen, dabei gibt es noch viel mehr zu entdecken. Die Küste muss mit schönen Stränden und heißen Temperaturen aufwarten. Im Nebelwald kommen Vogelbeobachter auf ihre Kosten und im Regenwald kann man auf dem Rio Napo schippern und Tiere beobachten.

Unser Fazit zu Ecuador

Traumhafte, facettenreiche Landschaft, zum Teil noch völlig unberührt. Die Städte sind durch Erdbeben, Vulkanausbrüche und die recht armen Verhältnisse gekennzeichnet. Die meisten Häuser wurden sporadisch wiederaufgebaut und prägen das etwas heruntergekommene Stadtbild. Abgasnormen gibt es in Ecuador nicht, was bedeutet, dass man durch schwarze Rußwolken der Busse und LKWs förmlich eingenebelt wird. Im Sommer von Juni bis September muss man sich auf sehr kalte Nächte einstellen. Wir waren froh, dass wir bei Nachttemperaturen von 4-8 Grad oft einen Kamin oder Heizer in unserem Zimmer hatten.

Meist ist man der einzige Tourist und als „Gringo“ (= Weißer) fällt man doch sehr auf. Die Kriminalität ist in den großen Städten wohl sehr hoch. Wir haben Gott sei Dank keine schlechten Erfahrungen gemacht. Dennoch waren wir vorsichtig. In der Hauptstadt Quito und in Otavalo haben wir uns auf den öffentlichen Plätzen nicht wohl gefühlt, da uns die ein oder andere seltsame Gestalt beobachtete.

Die ecuadorianische Küche ist schmackhaft. Es gibt viel Pollo (Hühnchen), Reis und exotische Soßen. Tapas, Tortillas, frische Säfte und guten Kaffee. Wir fanden‘s lecker!

Übrigens zahlt man in Ecuador mit US-Dollar, was unsere Reise um einiges teurer gemacht hat als geplant. Das Land hat seit 2008 keine eigene Währung mehr.

Am 30.08. bestiegen wir abermals ein Flugzeug und waren bereit für die Erkundung der Galapagos-Inseln. 1000 km westlich von Ecuadors Küste im Pazifik.

Unsere Reiseroute

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Unsere Reisekosten – Ecuador (8 Tage)

Gesamt

661,74 € p.P.

Flüge

161,75 € p.P.

Unterkunft

26,66 € p.P./Tag

Verpflegung

17,81 € p.P./Tag

Transport

8,42 € p.P./Tag

Aktivitäten

8,35 € p.P./Tag

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