Einen Monat mit dem Campervan durch Australien

Roadtrip-Highlights im Outback

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In 28 Tagen von Darwin nach Melbourne

7.950 Kilometer quer durch das Outback Australiens und jeden Tag ein neues Abenteuer! Schon lange hegten wir den Traum einmal mit dem Camper Australien zu durchqueren. Rückblickend war es eine unserer schönsten Reisen und unser Van ist zu unserem zweiten Zuhause geworden. Fünf Quadratmeter war er groß und brachte uns in einem Monat von Darwin ganz im Norden bis in den Süden nach Melbourne.

Wir hatten eine großartige Zeit im roten Zentrum Australiens und möchten dir unsere Tipps für deinen Roadtrip Australien Outback mit auf den Weg geben. Anbei sind unsere absoluten Highlights entlang der Route:

#1 Dorfidylle in der Hauptstadt

Die Hauptstadt des Northern Territory hat uns auf Anhieb gefallen. Anders als die meisten Metropolen kamen wir uns in Darwin eher wie in einer Kleinstadt vor. Die Straßenzüge waren leer, es gab kaum Verkehr und die Nachbarschaft wirkte friedlich. Nach dem hektischen Bali war Darwin für uns eine echte Wohltat. Es fehlte eigentlich nur noch der Strohballen, der einsam über die leeren Straßen fegte. Zu unserer Zeit Ende September war es mit über 35 Grad Tagestemperatur schon brütend heiß. Vielleicht ein Grund, warum keiner außer uns tagsüber unterwegs war. Bevor wir unseren Campervan in Empfang nahmen, hatten wir zwei Tage Zeit die Stadt ein wenig zu erkunden.

Unser absolutes Highlight in Darwin war ein Spaziergang zum Mindil Beach. Spätestens jetzt weißt du, wo die Locals sich alle aufhalten. Am Abend treffen sich hier hunderte Leute, um den spektakulären Sonnenuntergang zu bewundern. Direkt danach findet man sich jeden Donnerstag und Sonntag (Apr.-Okt.) hinter den Dünen zum Mindil Beach Sunset Market ein. Zahlreiche Street Food Stände bieten hier leckere Köstlichkeiten aus der ganzen Welt an. Zwischen griechischem Souvlaki, indonesischem Sate Ayam und indischem Curry wussten wir gar nicht, was wir zuerst probieren sollten.

Am 29. September 2018 nahmen wir dann bei Apollo in Darwin unseren Campervan in Empfang, der uns die nächsten 28 Tage quer durchs Outback begleiten sollte. Entgegen der vielen negativen Bewertungen über den Verleiher haben wir vor Ort sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Mitarbeiter waren freundlich und der Camper brandneu, sauber und gut ausgestattet. Vor Ort haben wir uns dann auch noch für die Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung entschieden. Die Investition sollte sich am Ende noch auszahlen, aber dazu später mehr.

#2 Termitenhügel und Wasserfälle

Der kleine Litchfield Nationalpark mit seinen riesigen Termitenhügeln und erfrischenden Süßwasserpools ist meist der erste Stopp, wenn du von Darwin gen Süden fährst. Wir hatten leider nur einen Tag Zeit diese schöne Ecke zu erkunden, viel zu kurz für die zahlreichen Highlights, die sich auf der kompakten Fläche aneinanderreihen.

Definitiv eine Besonderheit des Parks sind die riesigen Termitenhügel, die überall verteilt scheinen. Ein besonders großes Exemplar steht am „Magnetic Termite Mound“. Dahinter findet sich ein riesiges Feld übersät mit Hügeln. Vor allem am Abend, wenn das warme Licht die Steine in tiefes Rot taucht, ist dieser magische Ort besonders sehenswert.

Litchfield hat auch einige schöne Wasserfälle zu bieten. Wir haben an den Wangi Falls Halt gemacht und waren begeistert von der malerischen Kulisse, in die die Fälle eingebettet sind. In dem Naturpool der Wasserfälle konnte man sich zu unserer Zeit wunderbar erfrischen. Ab und zu schauen mal ein paar Krokodile vorbei, dann sind die Pools zum Baden gesperrt.

Neben den Wangi Falls bietet sich auch ein Abstecher zu den Florence Falls und dem Buley Rockhole an. Mit einem Allradfahrzeug kannst du im Litchfield sogar noch mehr erkunden. So lohnt sich ein Besuch der Lost City mit ihren markanten Sandsteinformationen.

Anfang Oktober war im Litchfield kaum noch etwas los, das lag wohl auch an den Tagestemperaturen von knapp 40 Grad. Buschbrände breiteten sich in der Gegend aus und die fast leeren Campgrounds ließen darauf schließen, dass hier die Saison auch so gut wie vorbei ist. An diesem Ort hatten wir übrigens auch den ersten unliebsamen Kontakt mit einem bald stetigen und sehr lästigen Outback-Begleiter: Fliegen!

#3 Zu Besuch bei den Krokos im Kakadu

Für den großen Bruder vom Litchfield Nationalpark haben wir uns etwas mehr Zeit genommen. Auch hier lässt sich ein eigener Blogartikel verfassen, so viel gibt es an diesem faszinierenden Flecken Natur, der zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, zu sehen. Nirgendwo anders kannst du so intensiv in die Geschichte der Aborigines eintauchen, wie im Kakadu Nationalpark.

Ein Teil der indigenen Bevölkerung lebt noch hier und teilt in Vorträgen ihr umfangreiches Wissen über die einzigartige Natur des Nationalparks und gibt Einblick in die Lebensweise der Ureinwohner. Interessante Vorträge finden in der Trockenzeit von Mai bis Oktober regelmäßig im Bowali Visitor Center nahe des Ortes Jabiru statt.

Die am besten erhaltenen Felszeichnungen der Aborigines kannst du an den Ubirr Rock Art Sites bewundern. Vom Parkplatz führt ein Rundweg entlang der bemalten Felsen. Ein Besuch lohnt sich vor allem vor Sonnenuntergang. Dann füllt es sich am zughörigen Nadab Lookout und die Sonne geht malerisch hinter dem Schwemmland unter.

Eine Outback-Abenteuer der besonderen Art

Unser Highlight im Kakadu war die Bootstour in der Yellow Water Region. Das frühe Aufstehen für die Sunrise Cruise zahlt sich aus. Am Morgen liegen meist noch Nebelschwaden auf dem Wasser und sobald das Boot ablegt, brechen so langsam die ersten Sonnenstrahlen durch. Im dem Flussarm (Billabong) lauern schon die ersten Salties (Salzwasser-Krokodile) und am Ufer tummeln sich zahlreiche Vögel.

Die Yellow Water Cruise führt entlang der Feuchtgebiete des Kakadus mit seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Unser Bootsguide Ruven war großartig und hat die Tour informativ und mit feinstem schwarzen Humor gestaltet. Die warmen Farben am Morgen lassen jedes Fotografenherz höherschlagen. Für uns war dieser Ausflug ein einmaliges Abenteuer und ein perfekter Einblick ins Herz des Kakadus.

Südlich vom Bowali Visitor Center kommst du in die Nourlangie Region. Auf halber Strecke gibt es den Nawurlandja Lookout. Ein kurzer Weg führt hoch auf ein Felsplateau, von dem du ein schönes Panorama über den südlichen Kakadu genießen kannst. Ganz am Ende der Straße gibt es weitere Felsenkunstwerke am Anbangbang Rock Shelter zu entdecken.

Auch im Kakadu kannst du mit einem Allradfahrzeug noch viel mehr wunderschöne Ecken erkunden. Für unseren nächsten Besuch ist definitiv ein Ausflug zu den abgelegenen Wasserfällen geplant, die wir leider mit unserem Camper nicht erreicht haben. Besonders sehenswert sind die malerischen Gunlom Falls mit ihren Pools, die Jim Jim Falls und die Twin Falls mit weißem Sandstrand.

Als Besucher des Kakadu Nationalparks benötigst du einen Nationalpark-Ticket. Dieser kann online oder in den Besucherzentren vor Ort erworben werden. Er ist bis zu 14 Tage gültig und kostet in der Trockenzeit (Mai-Okt.) 40 Dollar pro Person und im tropischen Sommer 25 Dollar p.P.

#4 Aufwärmen bei 37 Grad

Entlang des Highway No. 1 lohnt sich ein kurzer Zwischenstopp im kleinen Ort Mataranka. Hier biegst du links ab und folgst der Straße etwa neun Kilometer bis zum Roper Creek. Am Caravanpark kannst du dein Fahrzeug abstellen und folgst der Beschilderung zu den heißen Thermalquellen. Der Weg führt hinein in ein tropisches Palmenwäldchen zum Mataranka Thermal Pool.

Im Oktober haben sich hier zahlreiche Rote Flughunde in den Wipfeln der Bäume eingefunden und es bot sich uns ein einmaliges Schauspiel. Nur den Kopf solltest du lieber bedecken, sonst nimmst du ein unschönes Andenken der kleinen Racker mit. Ein Weg führt bis zu einem großen Naturpool, der sich malerisch in den Wald einschmiegt. Das türkisblaue Wasser ist kristallklar und erinnert ein wenig an die Te Waikoropupū Springs in Neuseeland.

Die Thermalquelle ist 34 Grad warm und besonders am frühen Morgen oder Abend, wenn die Außentemperaturen etwas abgekühlt sind, kannst du herrlich in dieser warmen „Naturbadewanne“ entspannen. Der Eintritt zum Thermalpool ist frei.

#5 Frischgezapftes im Daly Waters Pub

Eine Ikone im Outback, an der kein Weg vorbeiführt! Gefühlt mitten im Nirgendwo zwischen Katherine und Tennant Creek geht auf der rechten Seite eine Straße in das winzige Dorf Daly Waters. Auf den ersten Blick ausgestorben, wird es mitten im Ort plötzlich lebendig. Denn hier steht einer der ältesten Outback-Pubs Australiens. Der urige Daly Waters Pub zieht jährlich tausende von Besucher an. Es gibt deftige Speisen, wie Burger und Fish & Chips, die du auf rustikalen Holzstühlen einnimmst. Eiskaltes frisch gezapftes Bier sorgt bei meist wüstenartigen Temperaturen von über 37 Grad für eine willkommene Erfrischung.

Nebendran auf dem Campingplatz kannst du die Nacht verbringen und der Livemusik im Pub beiwohnen. Für gehobene Ansprüche gibt es kleine Bungalows mit Klimaanlage zu mieten. Das eigentliche Highlight des Pubs ist jedoch dessen Inneneinrichtung. Hier haben sich über die Jahre zahlreiche Besucher internationaler Herkunft mit mitgebrachten Souvenirs verewigt. Landesflaggen, Büstenhaltern, Unterhosen, Sporttrikots, Führerscheine, Ausweise, Geldscheine. Es gibt nichts, was man nicht findet in dieser kuriosen Museums-Kneipe.

#6 Die Murmeln des Teufels

Etwa 95 Kilometer südlich von Tennant Creek tauchen sie plötzlich wie aus dem Nichts entlang des Highways auf. Rote Granitkugeln bis zu sechs Meter hoch verteilt in der kargen Landschaft des Outbacks, so als hätte sie jemand dahingeworfen. Die Devils Marbles sind eine heilige Stätte für die Aborigines und die Ureinwohner nennen die riesigen Murmeln Karlu Karlu. Ihre markante Form ist vor Jahrmillionen durch Erosion entstanden und Eisenoxid hat sie rot gefärbt.

Es führt ein kleiner Wanderweg entlang der runden Felsen und tagsüber ist der Kontrast zum blauen Himmel besonders schön. Das eigentliche Schauspiel ereignet sich jedoch erst am Abend, daher lohnt es sich eine Nacht im Buschcamp vor Ort zu verbringen. Die untergehende Sonne färbt die Teufelsmurmeln tiefrot, was für ein magischer Moment! In der Nacht erwartet dich ein spektakulärer Sternenhimmel und am Morgen ein nicht weniger beeindruckender Sonnenaufgang, der dir immer in Erinnerung bleiben wird.

Übrigens gibt es 10 Kilometer südlich von den Devils Marbles das gleichnamige Hotel mit Campingplatz. Für guten Kaffee, Snacks und kühle Getränke sowie einen erfrischenden „Outback-Pool“ lohnt es sich vorbeizuschauen. Wir durften sogar gegen eine kleine Gebühr unseren Campervan und unsere Laptops mit Strom für ein paar Stunden aufladen.

#7 Die grüne Wüstenstadt

Die Mitte Australiens ist erreicht und wir völlig baff, dass vor uns statt einer staubigen Wüstenstadt eine grüne Oase umgeben von Bergketten liegt. So hatten wir uns Alice Springs nicht vorgestellt und freuten uns über diese Überraschung. Die nächsten drei Tage wollten wir hier eine Pause einlegen und haben uns um in Ruhe zu Arbeiten ein Airbnb etwas außerhalb der Stadt gemietet.

Das weiche Bett und die private Dusche waren eine Wohltat. Wir haben uns bei Peter und Mary sichtlich wohlgefühlt, durften sogar den Pool nutzen und haben es genossen den Camper mal stehen zu lassen. Wie gerne wären wir noch länger geblieben, wir haben die beiden sofort in unser Herz geschlossen! In Alice Springs ging es zu unserer Zeit beschaulich zu. Die Stadt selbst ist recht unspektakulär. Es gibt einige bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Alice Springs Telegraph Station und die Royal Flying Doctor Services, die es lohnt sich anzuschauen. Vom Anzac Hill hast du einen schönen Ausblick auf die Stadt.

Wenn du einen tollen Ort zum Frühstücken suchst, dann können wir dir das “The Watertank Café” in Alice Springs wärmstens empfehlen. Das Essen und der Kaffee waren super lecker und das Ambiente in einer alten Wellblech-Halle ist richtig stylisch und gemütlich.

Unser Highlight in Alice Springs kam für uns jedoch ganz unerwartet, da wir zufällig während der Parrtjima vor Ort waren. Es war einfach nur spektakulär! Sobald es dunkel wird, wird die Bergkette der West MacDonnell Ranges kunstvoll beleuchtet. Die längste Licht-Show Aufführung Australiens kann man gar nicht in Worte fassen, man muss sie einfach Live erleben. Hunderte Lichter und Laser beleuchten den Nachthimmel und werfen wundersame Gebilde in die Wüstenlandschaft. Das Festival findet für 10 Nächte meist im April und Oktober im Alice Springs Desert Park statt und der Eintritt ist kostenfrei!

#8 Kurztrip zu den West MacDonnell Ranges

Wenn du von Alice Springs aus direkt weiter zum Uluru düst, dann verpasst du gleich mehrere wirklich sehenswerte Naturschönheiten. Westlich von Alice Springs liegt die Bergkette der West MacDonnell Ranges. Eine Übernachtung war viel zu kurz, um diese schöne Region mit ihren Wasserlöchern und bizarren Canyons zu erkunden.

Unser erster Stopp führte uns zum Simpsons Gap, einem mächtigen Felsspalt umgeben von roten Wänden, einem sandigen Flussbett und ganzjährigem Wasserloch. Die Landschaft ist atemberaubend und du kannst dich hier wunderbar erfrischen.

Weiter ging es zu den Ochre Pits, eine Art Rainbow Mountain im Mini-Format. Die Ockergruben sind mineralischen Ursprungs und geben dem Gestein ihre bunte Farbe. Von den hier lebenden Aborigines werden die erdigen Töne seit Jahren im alltäglichen Leben für Malerei und Körperschmuck verwendet.

Am Ormiston Gorge bezogen wir unser Nachtquartier. Auch dieser Canyon ist wunderschön in die Natur eingebettet und an warmen Tagen kannst du dich in dem dazugehörigen Wasserloch abkühlen. Es führt ein Rundweg durch die wilde Schlucht und oben auf einem Aussichtspunkt hast du ein tolles Panorama über den Ormiston Gorge. Vor Ort gibt es ein Besucherzentrum, an dem du dir einen Kaffee und Snack gönnen kannst. Die Campinggebühr haben wir hier auch gleich bezahlt. Der kleine Campground liegt idyllisch direkt am Gorge und verfügt über einfache Sanitäranlagen sowie eine Barbecue Area.

Noch vor der Morgendämmerung sind wir vom Ormiston Gorge gestartet. An einem klaren Tag darfst du dir den Sonnenaufgang am Mount Sonder Lookout nicht entgehen lassen. Bis auf einen anderen Fotografen war keiner vor Ort und die aufgehende Sonne taucht den höchsten Berg der Range in tiefes Rot. Ein spektakuläres Schauspiel und einer der schönsten Frühstücksausblicke, die wir während unserer Reise genossen haben.

Wenn du ein Allradfahrzeug besitzt, kannst du von den West MacDonnells direkt zum Kings Canyon weiterfahren. Wir mussten umkehren, da der Loop über Hermannsburg zu unserer Zeit noch nicht durchgängig asphaltiert war. Auf dem Rückweg nach Alice Springs haben wir noch einen kurzen Halt am Standley Chasm gemacht.

Für die Aborigines ist diese Stätte unter dem Namen Angkerle Atwatye bekannt und ein wichtiges kulturelles Zentrum. An einem Parkplatz kannst du dein Fahrzeug abstellen. Für 12 Dollar p.P. gibt es am Café ein Eintrittsticket in diese bizarre Schlucht. Etwa 10 Minuten läufst du einen Weg entlang eines malerischen Flussbettes bis du einen schmalen Felsspalt zwischen riesigen 80 Meter hohen Steilwänden erreichst. Standley Chasm ist eine geologische Besonderheit und die Ausmaße dieser Schlucht kann man auf einem Foto kaum einfangen, du musst sie mit eigenen Augen gesehen haben.

Übrigens auch östlich von Alice Springs gibt es so einiges zu sehen. Mit unserem Camper kamen wir hier nicht weit. Die meisten Wege erfordern ein Allradfahrzeug, um die East MacDonnell Ranges und das spektakuläre Rainbow Valley zu erkunden.

#9 Das Wahrzeichen Australiens

Noch immer haben wir Gänsehaut beim Gedanken an den roten Felsen mitten in der Wüste. Für manche mag die Vorstellung vom Ayers Rock oder Uluru, wie ihn die Ureinwohner nennen, gar nicht so spektakulär sein. Auch wir waren skeptisch, ob es nur der große Hype um den Berg ist oder ob der Ort wirklich eine magische Anziehungskraft ausstrahlt. Was sollen wir sagen? Als der Uluru erstmalig vor uns auftauchte waren wir sprachlos. Wir haben uns den Felsen groß vorgestellt, aber in Wirklichkeit wirkte er so mächtig, dass uns vor lauter Ehrfurcht die Kinnlade runterklappte. Kein Foto dieses Riesen, kann seine wahre Größe und Anmut wiedergeben.

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Der Ayers Rock ist zurecht das Wahrzeichen von Australien und ein wirklich abgelegener Pilgerort. 340 Kilometer südlich von Alice Springs liegt er im Uluru-Kata Tjuta Nationalpark mitten im Nirgendwo. 348 Meter ist er hoch und bis zu drei Kilometer lang. Es ist faszinierend, dass er aus jedem Winkel anders aussieht, je nachdem in welcher Himmelsrichtung man sich gerade befindet. Für uns bot sich sogar ein Spektakel der besonderen Art. Bei unserer Ankunft im Nationalpark gab es ein Gewitter direkt über dem gigantischen Felsen, was für ein  beeindruckender und ehrfürchtiger Moment. Für die hier lebenden Aborigines ist der Uluru heilig, daher bitten diese auch darum den Berg nicht zu besteigen. Der Aufstieg ist dennoch bisher nicht verboten, jedoch sehr anspruchsvoll und nicht ungefährlich. Jeder sollte selbst entscheiden, ob er aus Respekt zur Religion und unter gesundheitlichen Gesichtspunkten die Besteigung in Angriff nimmt.

Uluru-Kata Tjuta Nationalpark – mehr als ein Tagesausflug

Auf dem ca. 10,6 Kilometer langen Uluru Base Walk kannst du den Berg auch wunderbar zu Fuß erkunden und seine Schönheit ausgiebig bewundern. Das eigentliche Highlight ist natürlich der Sonnenauf- bzw. –untergang am Ayers Rock. Für beide Events wurde ein eigens eingerichteter Lookout installiert, den man sich mit zahlreichen anderen Touristen am Morgen und Abend teilen muss. Dafür ist das Farbspiel unvergesslich schön, wenn die Sonne diesen majestätischen Felsen in tiefes Rot taucht. So schnell wie die Massen gekommen sind, sind sie direkt nach dem Lichtspektakel auch schon wieder verschwunden. Wir haben am Morgen nach Sonnenaufgang den Busparkplatz des Sunrise Lookout komplett für uns alleine gehabt.

Gibt es einen schöneren Platz zum Frühstücken als diesen?

Für den Zutritt zum Nationalpark benötigst du einen Parkpass, den du online oder vor Ort in Yulara für 25 Dollar pro Person erwerben kannst und der dich berechtigt dich drei Tage lang im Nationalpark aufzuhalten. Yulara ist mit 15 Kilometer der nächstgelegene Ort am Uluru und bietet mit dem Ayers Rock Campground die einzige Übernachtungsmöglichkeit für Camper. Im Nationalpark ist Camping streng verboten und auch außerhalb ist Wildcampen untersagt.

Die Preise für die Stellplätze auf dem Ayers Rock Campground sind dementsprechend hoch. Eine Nacht gibt es ab 43 Dollar ohne Strom. Ein Platz mit Power kostet etwa 50 Dollar. Lass dir unbedingt eine Fläche an den äußeren Rändern des Campgrounds geben. Hier ist es ruhiger und du kannst auf den angrenzenden Dünen die Abendstimmung mit Blick auf den Uluru genießen. Und wenn du wie wir denkst, warum hier Hunde ohne Leine herumlaufen dürfen, dann ist dir vielleicht gerade ein wilder Dingo begegnet. ;-) Diese streunen nämlich gerne mal abends auf dem Zeltplatz herum.

#10 Zu Besuch bei den Olgas

Im Eintrittspreis des Nationalparks inbegriffen sind auch die bizarren Felsformationen der Olgas. Obwohl 40 Kilometer vom Uluru entfernt, kannst du die riesigen Kuppeln meist schon von Weitem sehen. In der Sprache der Aborigines wird dieser Ort Kata Tjuta genannt und er ist nicht weniger spektakulär als sein Nachbar, wenn auch völlig anders. Ein Besuch lohnt sich entweder in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag, dann sind die roten Felsdome besonders schön ausgeleuchtet.

Besonders gefallen hat uns die Wanderung durch das „Valley of the Winds“. Wenn es am Tag über 36 Grad heiß wird, wird der Wanderweg ab 11 Uhr geschlossen, daher solltest du früh aufbrechen. Wir waren auf der gesamten Strecke fast alleine unterwegs und konnten die kuriosen Felsformationen im Tal der Winde ausgiebig erkunden. Entgegen der Informationen im Netz fanden wir die Strecke nicht sonderlich anspruchsvoll und haben die 7,5 Kilometer in knapp zwei Stunden bewältigt.

Vor allem am Abend zeigen sich die Olgas von ihrer schönsten Seite. An der Sunset Viewing Area gibt es die beste Aussicht auf die Kuppeln, die dann von der Sonne feuerrot angestrahlt werden.

#11 Gefahren im Outback

Noch völlig geflasht vom Ayers Rock fuhren wir mit unserem Camper hoch zum Kings Canyon. Wenn du kein Allradfahrzeug besitzt, musst du den Umweg in Kauf nehmen, da die Straße nördlich von Alice Springs über die West MacDonnells und den Mereenie Loop noch nicht asphaltiert ist. Die Anfahrt von Yulara über den Lasseter Highway und die Luritja Road zieht sich ewig lang, es gibt keinen Handyempfang und zwischen der Curtin Springs Station und der Kings Creek Station für über 180 Kilometer auch keine Zivilisation. Wessen Fahrzeug hier den Geist aufgibt, für den sieht es ganz schlecht aus. Die ganzen Autowracks am Wegesrand tragen zum gruseligen Image der Strecke noch bei.

Mit unserer Reifenpanne sind wir noch recht glimpflich weggekommen, wobei wir bei 39 Grad und keinerlei handwerklichem Geschick ganz schön ins Schwitzen gekommen sind. Letztendlich war der Reifen vom Camper dank Ersatzrad gewechselt und die Reise konnte weitergehen. Ein französisches Pärchen hatte genau auf der gleichen Strecke einen Motorschaden und musste für 700 Dollar ins 160 Kilometer entfernte Yulara abgeschleppt werden. Dabei können Pannen im Outback nicht nur teuer, sondern auch lebensgefährlich werden. Daher immer ausreichend Trinkwasser und Lebensmittel mitnehmen, manchmal dauert es Tage bis mal ein anderes Auto vorbeikommt.

Lohnt sich eine zusätzliche Absicherung im Outback?

In diesem Zusammenhang sei auch das Thema Camper-Versicherung kurz erwähnt. Wir waren nach anfänglicher Skepsis dann doch sehr froh, die teure Vollkasko ohne SB von Apollo (VIP Cover) dazu gebucht zu haben. Nach der Reifenpanne und dem neuen Ersatzreifen wurde unsere Windschutzscheibe und Autofront von einem Roadtrain, der Steine aufwirbelte fast komplett mit Steinschlägen zerstört. So hatten wir die Kosten für die Versicherung am Ende wieder drin und der Schriftkram sowie die Belastung unserer Kreditkarte blieb uns auch erspart, da Apollo die komplette Schadensabwicklung übernahm.

#12 Wanderung im Kings Canyon

Aber nun zurück zu unserem Abstecher in den Kings Canyon. Wir haben die Nacht in der Kings Creek Station verbracht, die etwa 37 Kilometer vom Canyon entfernt liegt. Der Campground war idyllisch gelegen und jeder Stellplatz hatte ein eigenes Campfeuer, Outback-Romantik garantiert! Am nächsten Morgen haben wir uns den Kings Canyon Rim Walk vorgenommen. Die Wanderung entlang der größten Schlucht Australiens ist spektakulär und war für uns eine der schönsten unserer Reise. Der anstrengendste Teil der sechs Kilometer langen Wanderung ist der Aufstieg auf das Plateau des Canyons gleich zu Beginn. Danach läufst du auf dem Plateau entlang bizarrer Sandsteinkuppeln, die aussehen wie aufgeschichtete rote Pfannkuchen.

Der Ausblick auf die Felswände und die tiefe Schlucht ist atemberaubend und wir waren völlig überwältig von dieser einzigartigen Landschaftsformation. Auf der Hälfte der Strecke kommst du zum Garden of Eden, eine grüne Oase inmitten der kargen Landschaft mit einem permanenten Wasserloch. Die Schlucht des Kings Canyon ist bis zu 250 Meter tief und an manchen Stellen kannst du vorsichtig einen Blick in die Tiefe und auf die mehrfarbigen Sandsteinschichten wagen. Highlight ist definitiv der Wanderabschnitt durch die Lost City. Die markanten Sandsteinkuppeln geben einem das Gefühl, man sei auf einem anderen Planeten.

#13 Opalgräberstadt Coober Pedy

Für uns war die kleine Stadt Coober Pedy nicht wirklich ein Highlight, aber da der Highway durch diese bizarre Mondlandschaft hindurchführt, möchten wir den Ort nicht unerwähnt lassen. Schon von Weitem sieht man die schier endlosen aufgeschütteten Sandberge, Aushub der Opalminen. In Coober Pedy liegt das größte Opalvorkommen der Welt und die Edelsteine, die regenbogenfarben schimmern lassen jedes Schmuckliebhaberherz höherschlagen.

Da es in der Wüstenstadt im Sommer bis zu 50 Grad heiß werden kann, wurden die meisten Häuser unterirdisch gebaut. Einige dieser Gebäude, darunter auch Kirchen kannst du besichtigen. Bei den hohen Außentemperaturen sind die 24 Grad unter Tage eine Wohltat. Vor Ort werden einige Touren durch die bizarre Mondlandschaft und zum Dog Fence (Dingo Fence) angeboten, wobei man letzteren vom Norden kommend sowieso passiert. Opalminen und das Umoona Opal Museum gibt es ebenfalls zu besichtigen und natürlich kannst du vor Ort auch ein schmuckes Andenken erwerben.

#14 Traumstrände auf der Eyre Peninsula

Nach fast drei Wochen im Outback waren wir der Wüste doch etwas müde geworden und sehnten uns nach mehr farblicher Abwechslung. Die karge Landschaft und rote Erde schien kein Ende zu nehmen. Da kam der Abstecher auf die Eyre Peninsula mit ihrer 2.000 kilometerlangen Küstenlinie wie gerufen. Was war das für ein unfassbarer Moment als wir in Port Neill an der Ostküste am Pier standen und auf das türkisblaue Wasser starrten. Wir hatten Australien einmal von Nord nach Süd durchquert und wurden vom indischen Ozean begrüßt, das letzte Mal hatten wir ihn in Darwin gesehen. Es war ein unbeschreibliches Gefühl!

Der Süden der Eyre Halbinsel

In Port Lincoln deckten wir uns mit Lebensmitteln für die nächsten Tage ein und ließen uns ein kühles Bierchen in der gemütlichen Craftbier-Brauerei Beer Garden Brewing nicht entgehen. Unsere erste Nacht verbrachten wir auf dem Coffin Bay Caravan Park. Vor allem den Beachcomber vor Ort mit frischen Austern und leckeren Fish & Chips können wir wärmstens empfehlen. Ende Oktober war es in dieser Ecke noch ziemlich frisch und wir waren es gar nicht mehr gewöhnt uns in unsere dicken Jacken einzupacken. Dafür waren wenigstens die lästigen Fliegen endlich weg.

Am nächsten Morgen ging es in den Coffin Bay Nationalpark. Auch hier bist du ohne Allrad ziemlich eingeschränkt, dennoch lohnt es sich die 10 Dollar Nationalparkgebühr zu investieren. Die befestigte Straße führt durch Buschland bis zum Almonta Beach Carpark, auf dem Weg haben wir sogar einige wildlebende Emus beim Grasen gesehen. Der feine Sandstrand und die strahlend weißen Dünen im Hintergrund sind wie aus dem Bilderbuch. Ins türkisblaue Meer möchte man am liebsten reinhüpfen, wenn es nicht zu kalt wäre. Wir haben die frische Meeresbrise bei einem Strandspaziergang ausgiebig genossen. Alle mit Allradantrieb können noch viel tiefer in den Nationalpark hineinfahren und die mächtige Dünenlandschaft erkunden.

Der Westen der Eyre Halbinsel

Von Coffin Bay ging es die Westküste der Eyre Peninsula hoch. Hier gibt es mit der Woolshed Cave und der Venus Bay gleich mehrere Sehenswürdigkeiten. In der Nähe von Montana kannst du einen Abstecher zu den Murphys Haystacks unternehmen, ein paar riesige Felsbrocken, die völlig einsam in einer Weidelandschaft verteilt stehen.

An der Streaky Bay erwartete uns einer unserer bisher schönsten Campingplätze. Am Streaky Bay Island Caravan Park etwas außerhalb der Ortschaft kannst du einen spektakulären Sonnenuntergang hinter der Bucht genießen. Die Lage ist traumhaft schön direkt am Meer mit Blick auf die kleine vorgelagerte Kiffin Island. Für uns persönlich der schönste Platz auf der Eyre Peninsula.

Ein weiteres Highlight der Halbinsel ist der Gawler Ranges Nationalpark mit dem Pildappa Rock. Eine über zwei Millionen Jahre alte Felsformation aus Granit in Form einer großen Welle. Im Prinzip ist es der kleine Bruder vom Wave Rock in Westaustralien, nur halb so groß und nicht so bekannt, dabei nicht weniger beeindruckend!

Unser letzter Stopp auf der Eyre Peninsula führte uns in das kleine Örtchen Wudinna. Bei Alicia‘s Coffee haben wir lecker gefrühstückt und die Dorfidylle genossen, bevor es anschließend zurück nach Port Augusta ging.

#15 Abstecher zur den Flinders Ranges

Bevor du vom Outback in Richtung Adelaide weiterdüst, vergiss nicht in Port Augusta nochmal schnell Richtung Nordwesten zur Flinders Ranges abzubiegen. Die mächtige Flinderskette ist mit 430 Kilometern der längste Gebirgszug Australiens und man benötigt vermutlich Wochen, um sich dieses faszinierende Stück Natur anzuschauen. Bei zwei Übernachtungen empfehlen wir dir sich auf die südliche Flinders Range zu beschränken und den Wilpena Pound ausgiebig zu erkunden.

Aus der Luft sieht diese Bergformation aus wie ein riesiges Amphitheater. Am besten erkundest du den Wilpena Pound zu Fuß über einen der zahlreichen Wanderwege. Wir wollten natürlich die beste Aussicht genießen und so haben wir den St. Mary Peak erklommen, den höchsten Gipfel des Pounds. Für uns eines der schönsten Highlights unseres Roadtrip Australien Outback.

Der gesamte Rundweg des St. Mary Peak Circuit ist über 20 Kilometer lang, führt durch Buschland und entlang erodierter Gesteinsschichten. Start und Ende der Tour ist am Wilpena Caravan Park. Der Hike ist anspruchsvoll, an einigen Stellen musst du dich an Felswänden hochziehen. Wir sind gegen Mittag gestartet und waren etwa 19 Uhr zurück. Selbst als geübte Wanderer haben uns am Ende die Beine geschmerzt. Dafür haben die atemberaubende Aussicht vom Gipfel und die vielen Kängurubegegnungen am Nachmittag für jegliche Strapazen entschädigt.

Auf der Rückfahrt von Wilpena Pound lohnt sich zum Sonnenuntergang noch ein kurzer Abstecher zum Cazneaux Tree, einem riesigen Eukalyptusbaum, der sich malerisch vor die Kulisse des Wilpena Pounds schiebt. Berühmt geworden ist der Baum durch den gleichnamigen Fotografen, der ihn mit samt seiner Kulisse spektakulär auf Bild eingefangen hat.

#16 Weingenuss im Barossa Valley

Nach den strikten Alkoholgesetzen im Northern Territory fühlt man sich als Weinliebhaber im Barossa Valley wie im siebten Himmel angekommen. Das Weinanbaugebiet liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Adelaide und ist mit über 150 Weingütern eines der ältesten und bekanntesten Weinregionen Australiens. Schon vor über 160 Jahren wurde hier Wein angebaut. Die ersten Siedler waren Deutsche und ließen sich in der ältesten Ortschaft Bethany nieder. Noch heute besteht das Barossa Valley aus vielen kleinen schmucken Dörfern, die durch zahlreiche Weinberge miteinander verbunden sind.

Die populärste Rebsorte ist der rote Shiraz, aber es gibt auch hervorragende Weiß- und Rosé-Weine. Die ganze Weinvielfalt des Barossa Valley kannst du vor Ort ausgiebig verkosten. Zahlreiche Weingüter haben täglich von 10-17 Uhr geöffnet und die Verkostungen sind weitgehend kostenfrei. Die Weinregion lässt sich übrigens perfekt mit dem Rad erkunden.

Unsere Radtour führte uns vom Ort Tanunda über die berühmte Palmenstraße der Seppeltsfield-Road nach Greenock, zum Maggie Beer‘s Farm Shop und wieder zum Ausgangspunkt zurück. Gott sei Dank hatten wir einen Rucksack dabei, um die besten Tropfen zu transportieren. Etwa vier Weingüter haben wie angesteuert, dann reicht es auch mit dem Verkosten, immerhin möchte man ja den Heimweg noch finden.

Uns persönlich haben die Weine von Kalleske in Greenock am besten geschmeckt. Hier sind wir auch gleich zweimal für die leckere Vesperplatte und den köstlichen Roséwein eingekehrt. Die Kalleske Weine sind übrigens eine der wenigen im Barossa Valley, die ökologisch und biodynamisch, d.h. ohne den Einsatz von chemischen Dünger und Pestiziden angebaut und kultiviert werden.

#17 Koalas in den Adelaide Hills

Südlich von Barossa Valley liegt die Hauptstadt des Bundesstaates Südaustralien. Adelaide fanden wir recht unspektakulär, jedoch ist die Umgebung sehr sehenswert. In den Adelaide Hills bezogen wir unser letztes Nachtquartier bevor es weiter Richtung Melbourne ging. Wir hatten Glück und haben hier in der Abenddämmerung sogar noch wildlebende Koalas gesehen.

Von Adelaide nach Melbourne führt die schönste Strecke entlang der Great Ocean Road. Für die Great Ocean Road empfehlen wir dir mindestens 10 Tage zusätzlich einzuplanen. Es gibt unglaublich viel zu sehen entlang dieser Küstenroute. Schau gerne mal in unseren Blogbeitrag zur Great Ocean Road rein.

Da wir die Great Ocean Road im Oktober 2017 bereits ausgiebig erkundet haben, entschieden wir uns für einen nördlichen Abstecher über den Lake Tyrrell. Der riesige Salzsee führte zu unserer Zeit leider kein Wasser. In manchen Monaten erwartet dich hier jedoch ein besonderes Naturschauspiel, wenn die Farbe des Sees durch die im Wasser enthaltenen Bakterien rosa schimmert.

#18 Das Ende eines großartiges Roadtrips

Wir sind am Ziel!

In Darwin gestartet haben wir nach 28 Tagen unser geliebtes Melbourne erreicht und schweren Herzens unseren Campervan abgegeben. Es war eine wunderschöne, facettenreiche Strecke quer durch das rote Zentrum Australiens und wir würden die Route immer wieder so wählen. Vielleicht das nächste Mal nur mit dem Allrad, um noch ein paar mehr schöne Ecken erkunden zu können.

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Wir waren nun schon zum zweiten Mal in Melbourne und wieder haben wir uns das gleiche Airbnb in Port Melbourne gemietet. Wir sind verliebt in den Stadtteil an der Küste, es gibt unzählige Restaurants und Cafés, du kannst entspannt am Pier entlangschlendern und beobachten wie die „Spirit of Tasmania“ sich auf den Weg ins Land der Teufel macht. In 20 Minuten bist du mit dem Bus mitten in der Innenstadt. Was es da alles zu sehen gibt, verraten wir dir demnächst in einem separaten Blogartikel über die lebenswerteste Stadt Australiens.

Die beste Camper-App aller Zeiten

Die Handy- App WikiCamps Australia war für unsere gesamte Unterkunftsplanung Gold wert und kam während unseres Roadtrips täglich zum Einsatz. Die App ist ein Camping- Kompendium und enthält fast alle Camping- und Caravan Parks, freie Camp Sites und Overnight Stays inklusive Bewertungen, Ausstattung, Preisen und Fotos. Hinzu kommen noch zahlreiche POIs, also Sehenswürdigkeiten und interessante Orte, die eingepflegt sind. Und das Beste, die App funktioniert auch Offline, also perfekt fürs Outback.

Dank WikiCamps hatten wir bei den Camp Sites nicht einen Fehlgriff, die Bewertungen sind realistisch und man kann sich wirklich darauf verlassen. Auch die Preise der Stellplätze sind meist aktuell. Es gibt einen kostenlosen Testzeitraum, danach zahlt man einmalig knapp 4 Euro. Das haben wir für diesen Funktionsumfang gerne investiert. Die Lizenz ist dauerhaft gültig und bei unserer nächsten Australien Reise kommt WikiCamps wieder täglich zum Einsatz.

Checkliste: Erstausstattung Campervan Australien

Ein erster Einkauf mit dem Camper nimmt so einige Zeit in Anspruch und wir haben uns eine kleine Liste erstellt und Baumarkt sowie Supermarkt vor dem Start unseres Roadtrips abgeklappert. Schaue am besten bereits vorab im Netz, was dein Campervan alles schon an Ausstattung enthält und was du somit nicht mehr kaufen brauchst. Den Rest kannst du vor Ort checken und gegebenenfalls noch besorgen.

In unserem Apollo Camper war beispielsweise ein Großteil der Ausstattung zum Kochen und einige Haushaltstools bereits enthalten. Für uns unverzichtbar war ein Moskitonetz und Insektenschutz für die Haut. Obwohl wir in der Trockenzeit unterwegs waren, gab es im Outback unzählige Fliegen und vor allem im Northern Territory sehr viele Stechmücken während der Dämmerung und Nacht.

Unseren kleinen Fresszettel mit Notizen für die Erstausstattung haben wir für dich nochmal fein säuberlich als Checkliste in PDF-Form niedergeschrieben. Wir haben alles aufgelistet, was wir für unser Camperabenteuer gebraucht haben und noch ein paar zusätzliche Gadgets, die „nice to have“ gewesen wären. Wir geben keine Garantie auf Vollständigkeit der Campingausstattung. Sieh es eher als kleine Gedächtnisstütze bzw. Ergänzung zu deiner eigenen Packliste.

Hier kannst du dir unsere Checkliste für die Erstausstattung deines Campervans kostenfrei herunterladen:

Reiseführer Australien Lonely Planet

Unser Australien Reiseführer

Der Reiseführer von Lonely Planet ist die Bibel für Down Under. Auf über 1.000 Seiten stehen ausführliche Infos und nützliche Tipps für den gesamten Kontinent. Auch das rote Zentrum wurde sehr umfangreich beschrieben. Ein perfekter Begleiter im Handgepäck, um die lange Flugstrecke zu überbrücken. Da der Welzer einiges auf die Waage bringt, haben wir ihn in Melbourne für andere Reisende zurückgelassen.

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Unsere Reiseroute

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Unsere Reisekosten: Roadtrip Outback (28 Tage)

Gesamt

2.740 € p.P.

Flüge

97 € p.P. (von Bali)

Camping

455 € (70% Powered)

Verpflegung

477 € p.P.

Campervan

1.210 €

Versicherung

792 € (VIP Cover)

Tanken

965 €

Aktivitäten

189 € p.P.

mob. Internet

33 € p.P.

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