Die Vulkaninsel

Nisyros

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Wenn wir uns irgendwann einmal den Traum von einer Finka in Griechenland erfüllen, dann vermutlich auf der Insel Nisyros. Dieses kleine Fleckchen Erde ist wohl einer der friedlichsten Plätze, würde nicht in den Tiefen noch ein aktiver Vulkan brodeln.

Den Alltag vergessen

Genaugenommen besteht die Insel Nisyros nur aus einem Vulkan. Am Fuße liegen kleine Fischerdörfer, wie der Hafenort Mandraki. Am Vulkanrand findet man die malerischen Bergdörfer Nikia und Emporio. Wenn man da oben verweilt, ist der Alltag meist ganz weit weg. Und wenn man genau hinhört, hört man nichts. Absolute Stille, einfach einmalig!

Der Dorfplatz in Nikia ist zu Recht zu einem der schönsten Plätze in Europa gewählt wurden. Wie aus dem Bilderbuch reihen sich die weißen Häuschen mit ihren blauen Fensterläden und die Kirche um das Steinmosaik des Platzes. Wir haben hier fernab vom Touristentrubel am frühen Morgen und am Abend die entspanntesten Stunden unseres ganzen Griechenland-Urlaubs erlebt.

Die Spuren des Vulkans

Ab und zu kommt mal ein Schwefel-Lüftchen rüber, wenn man runter in die riesige Caldera und den Vulkankrater blickt. Diesen kann man übrigens auch erkunden, sofern man sich bewusst ist, dass beim Abstieg in den Krater die Lava direkt unter einem brodelt.

Emporio ist noch ein kleines verschlafenes Bergdorf, was jedoch immer mehr zum Leben erweckt. Es gibt eine tolle Taverne „To Balcony“ mit hervorragendem griechischen Essen und Ausblick in den Vulkankrater. Am Ortseingang kann man in der Natural Sauna herrlich tief einatmen. Bei über 40 Grad und ätherischem Vulkanduft spült es einem die Atemwege ordentlich durch.

Der Hafenort Mandraki hat viele wunderschöne Gassen zu bieten, ein Fotomotiv jagt hier das andere. Über dem Ort thront das Kloster Panagia Spiliana, von wo aus man einen herrlichen Ausblick auf Mandraki genießen kann.

Was man einmal erlebt haben muss

Wir waren nun schon zum fünften Mal auf der Insel und dieses Jahr war klar, dass wir das Fest der Heiligen Maria am 15. August unbedingt miterleben mussten. Auf dem Kirchplatz der Panagia Kyra in der Nähe von Nikia pilgerten am Abende hunderte von Menschen hin, teils aus anderen Gegenden von Griechenland, teils aus Italien, den USA und Deutschland. Es gab kostenloses Essen, nur den Wein hat man bezahlt, und bei griechischer Folklore wurde ausgelassen getanzt und gesungen. Was für ein Spektakel! Wir sind etwas erschöpft kurz nach Mitternacht schon gegangen, viele Griechen haben bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Nicht nur bei Nudisten beliebt

Nisyros ist keine typische Badeinsel, es gibt nur einen Sandstrand mit riesigen braunen Dünen der wirklich schön zum Baden ist. Leider war der Strand dieses Jahr überbevölkert mit Wildcampern und Nudisten. Man hatte kaum ein freies Plätzchen, dennoch haben wir es uns nicht entgehen lassen uns zu erfrischen und konnten währenddessen einige Nackt-Jogger beobachten. 😉

Wer sich davon nicht abschrecken lässt, sollte also unbedingt das kleine Eiland Nisyros besuchen. Man erreicht die Insel am besten von Kos aus mit der Fähre. In ca. einer Stunde ist man drüben und kann sich einen Roller, Quad oder Mietwagen direkt bei Manos am Hafen mieten. Damit hat man die Möglichkeit die ganze Insel relativ zügig zu erkunden. Und wer weiß, vielleicht verliert der ein oder andere ja auch sein Herz an die kleine Vulkaninsel Nisyros.

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