Die Insel der Verrückten

Leros

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Der zweite Stopp unseres Inselhüpfens führte uns nach Leros. Wenn man mit den Griechen über die Insel Leros spricht kommt oft der Ausspruch “I Léros, to nisí ton trelón” – Leros ist die Insel der Verrückten*…

Passte ja ganz gut dachten wir, da mussten wir hin! 😉

Dass wir auf Leros dann auch unser erstes Erdbeben erleben würden, damit haben wir zu dem Zeitpunkt noch nicht gerechnet.

Wenn das ganze Zimmer wackelt

Am 21. Juli wachten wir beide mitten in der Nacht schlaftrunken auf. Draußen stürmte es, das ganze Zimmer vibrierte und das Bett wackelte. Aus dem Tiefschlaf gerissen begriffen wir nicht so richtig, was um uns passierte. Tom stand kurz auf, ging zum Balkon raus und wunderte sich das auch dieser wackelte. Ella dachte „Hmm seltsam, so doll stürmt es doch gar nicht, dass hier alles vibriert?“…und dann schliefen wir beide etwas verstört von der Szenerie weiter.

Erst am nächsten Morgen realisierten wir, dass wir unser erstes Erdbeben erlebt hatten. Nicht wie vermutet in Ecuador, Bali oder Neuseeland, sondern in Griechenland, verrückt!

Der schönste Ort der Insel

Leros ist durch die Besatzung der Italiener an manchen Stellen nicht ganz so griechisch wie andere Inseln. So standen neben den niedlichen blau-weißen Kapellen auf manchen Hügeln auch alte Militärbunker aus Besatzungszeiten.

Die Strände waren meist steinig oder mit Kies bedeckt, dafür war das Meer kristallklar. Am besten hat uns der Kokkina-Beach gefallen, ein Strand mit roten Kieselsteinen in einer malerischen Bucht gelegen.

Der schönste Ort auf Leros war defintiv Pandeli, hier hatten wir auch unsere Unterkunft. Die Asterias Apartments waren wunderschön am Hang gelegen mit einer traumhaften Aussicht auf die Bucht. Die Besitzer Al und Kerry waren sehr sympathische Engländer. Beide haben zuvor 20 Jahre in London gelebt und haben nun auf Leros Zuflucht gefunden.

Unsere persönlichen Highlights

Wer Leros mal besucht, sollte definitiv einen Cocktail in der View-Bar trinken. Die Bar mit einer Windmühle thront auf dem Hügel über Pandeli und man hat einen grandiosen Blick auf dem Ort. Am Abend geht die Sonne hinter den Windmühlen und dem Kastell von Agia Marina unter.

Auch in den Süden von Leros lohnt sich ein kurzer Abstecher. Im Örtchen Xirokampos geht es ruhig zu und man bekommt nicht viel vom Touristentrubel mit. Außerdem hat man Gelegenheit die kleine Kapelle Panagia Kavouradena zu besuchen, die malerisch direkt am Meer liegt.

Ein besonderes Erlebnis war die Bootstour mit der Barbarossa zu den White Islands, Tiganakia und Arki. Wer schonmal in Sardinien die Maddalena Inseln gesehen hat, weiß was wir meinen. Türkisblaues Wasser wie in der Karibik, weiße Strände, einfach ein Traum! Wir sind vom Boot ins Wasser gesprungen und haben uns gefühlt wie in der Südsee.

Auch auf Leros ging die Woche schnell rum, am Montag, den 24. Juli ging es weiter auf die heilige Insel Patmos.

*im Ort Lakki auf Leros bestand lange Zeit die größte psychiatrische Klinik Griechenlands. Es waren hier bis zu 2.700 psychisch Kranke aus ganz Griechenland untergebracht. Daher hat Leros bis heute den negativen Beinamen “Insel der Verrückten”.

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