Insel der Schwammtaucher

Kalymnos

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Der erste Stopp unseres Inselhüpfens führte uns auf die Schwammtaucherinsel Kalymnos. Eine Woche haben wir das kleine Eiland mit dem Quad erkundet und viele Eindrücke in uns aufgesaugt, nette Menschen kennengelernt und zahlreiche Fotos geschossen.

Hervorragende Tavernen und entspannte Leute

Mit einem kleinen Boot sind wir von Mastichari auf Kos nach Kalymnos übergesetzt. Kalymnos ist auf den ersten Blick sehr karg, es gibt wenig grün, viele schroffe Felsklippen prägen die Landschaft. Für Kletterer ein wahres Paradies, da es zahlreiche Höhlen und Steilwände gibt, an denen sich diese austoben können.

Kalymnos war zu unserer Zeit heiß, sehr heiß! An so manchen Tag haben wir selbst auf dem Quad bei Fahrtwind und knapp 40 Grad in der Sonne gebruzelt.

Es geht auf Kalymnos wenig touristisch zu, die Einheimischen sind entspannt und freundlich. Wir haben in so manchen Tavernen schmackhaft griechisch gegessen, Oktopus, Greek Salad, Moussaka. Ein wahrer Genuss!

Wann sind wir endlich da?

Auch die Italian Road, einen “befestigten” Wanderweg von der Hafenstadt Pothia ins grüne Tal nach Vathis haben wir bei brütender Hitze bezwungen. Laut Reiseführer brauchte man angeblich eine Stunde. Daraus wurden dann ganze drei Stunden, die wir uns über Geröll und Felsen in praller Sonne gequält haben; Bäume oder andere Schattenspender suchten wir vergebens. Wir fühlten uns wie Karawane in der Wüste, wenn die Oase ewig nicht in Sicht ist. 😉

Amüsiert haben uns auf Kalymnos vor allem die fahrenden Gemüse- und Melonenhändler. Mit übersteuerten Lautsprechern düsen sie mit ihren Pick-ups voll mit Obst und Gemüse durch die Städte und preisen lautstark ihre Ware an. Als Tourist hat man beim ersten Kontakt mit diesen Experten das Gefühl, dass gerade die Stadt evakuiert wird. 😉

Traurige Vergangenheit

Kalymnos hat übrigens eine lange und tragische Geschichte in Bezug auf seine Schwammtaucher. Viele Männer haben ihr Leben riskiert, um nach den wertvollen Meeresschwämmen zu tauchen, die heutige vorrangig in der Körperpflege eingesetzt werden. Auf der Insel gibt es zahlreiche Exemplare zu kaufen, auch wir haben einen Schwamm im Ort Vathis bei Ilias erworben, einem pensionierten Taucher, der nach einem gefährlichen Tauchgang nun von den Beinen an gelähmt ist (Taucherkrankheit).

Unser Fazit

An vielen Ecken von Kalymnos erlebt man Griechenland noch ganz ursprünglich, vor allem auf der kleinen vorgelagerten Insel Telendos. Zum Baden ist Kalymnos sicherlich nicht die erste Wahl, die meisten Strände sind steinig oder aus Kies, klassische Sandstrände gibt es kaum. Dafür hat die Insel geniale Beach-Bars, wie die ‘Pirates of Kalymnos’ nahe dem Dorf Emporios und das ‘Paradisio’ in Vlychadia, da kann sich Kos noch was abgucken!

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