Bildbearbeitung in Lightroom

5 Schritte zum perfekten Foto

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Schritt 1: Hochwertige Fotos machen

Bei der Nachbearbeitung unserer Fotos in Lightroom haben wir stets den gleichen Workflow, den wir dir anbei gerne zur Verfügung stellen. Zu aller erst benötigst du natürlich Fotos und damit meinen wir keine Schnapsschüsse sondern bereits gut produzierte Aufnahmen. Ein schlecht fotografiertes Bild wird mit Lightroom auch nicht besser werden. Mit einem gut aufgenommenen Bild kannst du jedoch durch die Nachbearbeitung erstaunliche Ergebnisse erzielen. Du wirst begeistert sein mit welchen teilweise einfachen Schritten dies möglich ist! Unter Fotografie Tipps & Tricks haben wir dir ein paar sehr hilfreiche Tipps zur Verfügung gestellt, mit denen du gerade bei der Bildbearbeitung sehr viel Zeit sparen kannst.

Schritt 2: Fotos auf PC importieren

Nachdem wir unsere Bilder fotografiert haben importieren wir die RAW-Dateien auf unseren PC. Die SD-Karte der Kamera wird automatisch von Lightroom als neuer Bilderimport erkannt und das Programm öffnet sich von alleine, geniale Sache! Jetzt kannst du auch gleich festlegen, auf welchem Datenträger die neuen Fotos gespeichert werden sollen. Wir empfehlen den Import auf eine externe USB-Festplatte. Damit bist du am flexibelsten, vor allem wenn du an mehreren Arbeitsplätzen, wie Laptop und Stand-PC arbeitest. Außerdem sind deine Daten alle auf einem kompakten Datenträger gesichert und gerade auf Reisen kannst du deinen „kleinen Schatz“ überall mitnehmen.

Nach erfolgtem Import gelangen wir in den Bibliothek-Modus von Lightroom, die Datenbank all deiner Fotos. Hier erhältst du eine Übersicht der importierten Fotos und kannst auf der linken Statusleiste in die einzelnen aufgenommen Tagesdaten springen und die Bilder betrachten. Wenn du deine Fotos bearbeiten möchtest, dann wechselst du einfach in der rechten oberen Hälfte von „Bibliothek“ auf „Entwickeln“.

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Hier hast du deine Bilderordner im Überblick (eine Umbenennung nach Ort oder Reiseziel ist möglich).

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Die Bibliothek eignet sich sehr gut zum Betrachten deiner importierten Bilder. Gibt es identische Fotos? Eine Stapel-Bildbearbeitung ist sogar möglich.

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In der Bibliothek (Bilderkatalog) erhälst du wertvolle Infos zu deinen Aufnahmen. Schnell-Bearbeitungen können hier ebenfalls durchgeführt werden.

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Nachdem du dir einen groben Überblick verschafft hast geht es in den Entwicklermodus.

Schritt 3: Entwicklermodus

Der Entwicklermodus stellt quasi das Herzstück des Programms dar und ist dein kreativer Arbeitsplatz. Wie bereits weiter oben erwähnt, kannst du hier nahezu alle Details deiner Bilder verändern. Du kannst beispielsweise die Grundeinstellungen wie Kontraste und Sättigungen bearbeiten, Schatten anheben und grelle Lichter senken oder sogar das komplette Bild mit einem Klick abdunkeln oder aufhellen. Du hast die Möglichkeit einzelne Farben in andere umzuwandeln, deren Tönungen variieren zu lassen oder sogar vollständig aus deinem Foto zu entfernen. In diesem Zusammenhang werden oft die Farben Grün und Gelb harmonisiert, damit diese nicht zu grell wirken. Wenn du möchtest kannst du dem gesamten Bild auch einen komplett anderen Farbton deiner Wahl verpassen und kreierst damit deinen einzigartigen Stil.

Was wir dir damit sagen wollen: Sei kreativ und probiere die einzelnen Funktionen einmal aus. Hier wählst du auch den Bildausschnitt aus und begradigst einen schiefen Horizont. Der richtige Bildausschnitt entscheidet darüber, ob dein Foto harmonisch wirkt. Mehr Infos hierzu findest du unter Fotografie Tipps & Tricks.

Weiterhin gibt es eine Einstellung für Objektiv-Korrekturen, damit werden Form- oder Farbfehler minimieret. Lightroom bietet glücklicherweise für die meisten Objektive bereits automatisierte Profile an, mit einem Klick sind diese dann auf deinem Foto hinterlegt.

Am Ende deiner Bearbeitung wird dann noch der Schärfungsgrad eingestellt, damit deine Bilder auch richtig knackig wirken und nicht fade. Alle deine Arbeitsschritte werden in der importierten RAW-Datei gespeichert. Also keine Bange du kannst im nachhinein alles rückgängig machen. Und wenn du heute nicht zufrieden bist mit deinen Änderungen, arbeitest du einfach morgen daran weiter.

Links: klassisches Farbprofil | Rechts: ein eigenes Farbschema verleiht dem Bild einen kreativen Touch

Schritt 4: Kreativität

Klingt nach allerhand Arbeit? Es lohnt sich! Deine Bilder kommen damit auf die nächste Qualitätsstufe! Du hast die Möglichkeiten die meisten der oben beschriebenen Einstellungen bei Lightroom zwischen den Werten -100 und +100 zu regeln, wobei „0“ den aufgenommen Originalwert darstellt. Vorsicht bei Einstellungen jenseits der +/-60, diese neigen je nach Kamera zu übertriebenen Effekten. Dennoch bedeutet das für dich tausende unterschiedlicher kreativer Gestaltungsmöglichkeiten! Gerade am Anfang kann diese Tatsache ein wenig überfordern.

Unser kreativer Workflow für ein Standardbild sieht wie folgt aus:

  • Import der RAW-Dateien auf PC

  • Übersicht in Bibliothek verschaffen (Anzahl Bilder, ähnliche Motive, Aufnahmezeitpunkt)

  • Übergang in den Entwicklermodus + Ausschnitt wählen

  • ggf. Horizont begradigen

  • Objektiv-Korrekturen aktivieren (Autoeinstellung für das verwendete Objektiv)

  • Kamera-Farbkalibrierung auf Modus: Adobe Standard

  • Weißabgleich erstellen für den exakten Farbton

  • Teiltönung der Lichter des Gesamtbildes

  • Erstellung eines Kontrastbereichs (Gradationskurve)

  • das Bild je nach Aufnahme leicht aufhellen bzw. abdunkeln

  • Lichter senken (-50) , Tiefen (Schatten) erhöhen (+50)

  • die Werte von Weiß und Schwarz reduzieren (je nach Aufnahme)

  • den globalen Kontrast verringern (-20), die Klarheit um das Doppelte erhöhen (+40)

  • im Zusammenspiel die Dynamik erhöhen (+20) und Sättigung verringern (-40)

  • Farbbereiche anpassen (komplexes Thema: am Anfang auf Standard belassen)

  • Sättigung, Luminanz und Farbton einzelner Farben korrigieren (Stichwort: Grün + Gelb)

  • Aufnahme schärfen, Aufnahme entrauschen

  • Vignette einstellen für bessere Blickführung

  • Entwicklungseinstellungen auf andere Bilder übertragen (alle Bilder werden gleich)

  • Export der Dateien

Wir sind aktuell sehr fleißig und arbeiten an einem Online-Fotokurs, der den Bereich Bildbearbeitung ebenfalls thematisiert. Gemeinsam machen wir deine Fotos großartig! Mehr Infos dazu folgen in den nächsten Wochen 🙂

Finde deinen eigenen Stil mit Presets

Wenn du jetzt die berechtigte Frage stellst: „Und macht ihr das jedes Mal neu?“ Dann lautet unsere Antwort: Nein! Und hier kommt einer unserer absoluten Lieblings-Features von Lightroom zum Einsatz. Die Möglichkeit diesen oben geschilderten Einstellungskatalog als Preset bzw. Vorgabe zu speichern. Dies kannst du in der linken Statusleiste nach Bearbeitung deines Bildes mit wenigen Klicks erledigen.

Vorteil: Jedes Mal wenn du neue Fotos bearbeiten möchtest, kannst du dein zuvor gespeichertes Preset auf alle Bilder anwenden. Der Clou ist, du kannst die Vorgabe bereits während des Imports anwenden und sofort alle deine Bilder im neuen Gewand bestaunen. Das erspart die jede Menge Zeit und Arbeit, und auf allen deinen Bildern wird die gleiche unverwechselbare Handschrift zu erkennen sein. Um kleinere Korrekturen (z.B. Helligkeit oder Bildausschnitt) musst du dich eventuell noch manuell kümmern.

Wenn dir unsere Bilder gefallen, dann haben wir für dich unser Presets als Angebot. Du musst also nichts eigenes entwerfen, du kannst gleich loslegen. Herrlich, oder? Wir werden dir diese Vorlage in den nächsten Wochen zur Verfügung stellen.

5 Schritt: Fotos exportieren

Der Export stellt sich als einfachster aber zu gleich längster Bearbeitungsschritt heraus. Wieso? Deine Bearbeitungen müssen von Lightroom gerendert und gespeichert werden. Genau das erfordertet viel Rechenpower und damit Zeit. Im Schnitt benötigen 100 bearbeitete Bilder je nach Ausstattung deines PC oder Laptops etwa 5-10 Minuten. Aber keine Sorge, währenddessen kannst du etwas anderes am PC arbeiten oder holst dir einfach einen Kaffee. 🙂

Wir exportieren unsere Bilder als JPEG, ja genau das „schlechte“ Format! Abschließend jedoch das gängige Format zur Weiterreichung an Agenturen & Auftraggeber, für die eigene Homepage, zum Drucken von Fotobüchern oder zur Verbreitung auf den sozialen Medien. Je nachdem für welchen Bereich deine Bilder exportiert werden sollen, empfiehlt es sich unterschiedliche Exporteinstellungen zu verwenden. Auch hier kannst du dir Profile erstellen, damit du die Einstellungen für die Zukunft gespeichert hast. Wir haben z.B. für uns Exportprofile für Facebook-, Verkaufs-, WEB- und eigene Bilder erstellt. So können wir in unkompliziert die jeweilige Dateigröße oder Auflösung unserer Fotos ausgeben.

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Nach der Bearbeitung selektiert man die zu exportierenden Bilder und wählt die jeweiligen Einstellungen aus.

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Mit der Möglichkeit Vorlagen für unterschiedliche Nutzungszwecke zu erstellen, hast du immer die richtige Größe parat.

Zwei Tipps bevor es losgeht: Speichern mit System

Des weiteren bietet es sich an eine eigene nachvollziehbare Dateistruktur in den Foto-Ordnern zu verwenden. Bei uns werden alle Bilder auf die externe Festplatte importiert und Lightroom erstellt für jedes Jahr einen Jahresordner (also z.B. 2018, 2017, 2016, usw.). Darunter legt das Programm wiederum einen Tagesordner an, welcher sortiert und umbenannt werden kann (z.B. 2018-02-04-Schneefall). Du kannst genauso gut deine Fotos nach Ländern, Reisezielen, usw. sortieren.

Wir legen zu dem stets ein Backup an, d.h. ein bis zwei Mal pro Monat speichern wir unsere RAW-Daten manuell auf einer zweiten Festplatte. Im unwahrscheinlichen Fall eines Datenverlusts kannst du damit auf jeden Fall ruhiger schlafen.

Wir wünschen dir viel Erfolg bei der Arbeit mit Lightroom, solltest du das Programm noch nicht erworben haben, kannst du hier Adobe Lightroom kaufen.

Und: Welcher PC eignet sich zur Bildbearbeitung?

Für die Bildbearbeitung benötigst du einen leistungsstarken Rechner mit sehr guter Performance. Zwar funktioniert Lightroom auch mit älteren PCs oder Laptops, du musst dann aber mit deutlich längeren Ladezeiten rechnen. Wir haben uns einen Stand-PC selber zusammen gebaut. Dein Rechner sollte auf jeden Fall mindestens 8GB Arbeitsspeicher, eine schnelle SSD-Festplatte und einen modernen Prozessor von Intel oder AMD besitzen. Wenn du die Anschaffung eines Arbeits-Laptop planst, können wir dir von LENOVO die Serie Legion empfehlen, welche über ausreichend Leistung verfügt.

Transparenz: Wir empfehlen dir grundsätzlich nur Dinge, die wir selbst verwenden und von denen wir überzeugt sind. Bei allen farbigen Links handelt es sich um Affiliate Links. Für dich wird das Produkt dadurch nicht teurer und du unterstützt uns beim Kauf über unsere Website.

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